orchideen blog

Onyx: Mich hat irgendwie das Orchideenfieber gepackt….. Habe vor einer Woche die im Anhang gezeigte Pflanze im Baumarkt gekauft mit der wenig aufschlussreichen Bezeichnung “Orchidee” :-). Ich hielt sie für eine Miltonia, weil sie die gleichen, von viel Sonne ausgeblichenen Blätter hatte wie die danebenstehenden Miltonias. Genau weiß ich es halt nicht; können Sie sie vielleicht anhand der Knospen zuordnen? Irgendwie gehts damit auch nicht vorwärts, die Rispen schauen noch genauso aus wie vor einer Woche. Wäre sehr dankbar für einen Tipp. Lieben Gruß

das bestimmen ist schon mit geöffneten blüten nicht ganz einfach. aber für mich sieht es so aus, als wäre es eine miltoniopsis oder eine darauf basierende hybride. was das öffnen der blüten angeht, braucht sie wohl einfach noch etwas zeit.

Guten Abend, können Sie mir bitte sagen, wie die Schöne auf dem beigefügten Foto heißt? Ich habe sie kürzlich im Baumarkt gekauft mit der Bezeichnung “Cambria Hybride” . Nun hab ich inzwischen aber “gelernt”, dass korrekt nur eine Orchidee so heißt und zwar die “Cambria Vuylstekeara” und diese sieht doch etwas anders aus oder hab ich da was falsch verstanden? Danke schon mal für eine Info und herzlichen Gruß Ute

die sieht aber stark nach einer beallara tahoma glacier aus. die hätten sie übrigens auch ganz leicht unter der rubrik bestimmen finden können …

beallara tahoma glacier

Guten Abend, ich bin Orchideen-Neuling und hab mir Ihre hilfreichen Pflegeanleitungen teilweise ausgedruckt.. Sie schreiben, dass Sie Ihre Orchideen täglich besprühen, was ich nun auch mache. Allerdings würde ich gerne vermeiden, dass hinterher auch die Fensterscheibe nass ist. Macht es den Pflanzen etwas aus, sie dazu jedes Mal vom Fensterbrett zu nehmen oder mögen sie solch tägliches Hin und Her gar nicht? Vielen Dank vorab für eine Antwort und ein schönes Wochenende Ute

das habe ich so noch nicht probiert, da die meisten meiner orchideen auf einem regal hinter dem fenster stehen. wenn sie an den positionen nichts ändern, müssten sie das eigentlich vertragen.

Eva-Katharina: Hallo liebe Orchideenfreunde, Eigentlich hab ich gleich drei Fragen.

1. schrumpelige (aber noch grüne) Bulben!!!
Seit letztem Jahr besitze ich eine Oncidium (vermutlich “cebolleta” (nach diversen Bildern zu urteilen). Sie hat wunderbar und lange geblüht. Nachdem sie verblüht war, trieb sie nach einiger Zeit einen neuen Seitentrieb (ohne Bulbe), aus der ein Blütenstengel hervorkam, der später auch blühte.
Nun sind die vorhandenen Bulben sowas von schrumpelig. Ich weiß, dass sie Speicherorgane sind – WIE fülle ich diese Speicher wieder auf?

das sich die bulben wieder entschrumpeln, konnte ich an keiner meiner orchideen feststellen. selbst wenn man ausreichend wässert, werden sie mit der zeit faltig.

wenn sie dazu neigen, eher wenig zu gießen, dann können sie die luftwurzeln ihrer orchideen auch jeden morgen besprühen. so erhalten sie täglich etwas flüssigkeit und stecken es besser weg, sollte das substrat mal wieder trockener geraten.

2. Düngen von Orchideen!!!
Grundsätzlich würde es mich mal interessieren, wie man Orchideen wirklich praktisch düngen kann. Ich habe speziellen flüssigen Orchideendünger – verdünne nach Vorschrift und dann..??? Gießen ist schwierig – da das Substrat ja die Flüssigkeit nicht wie Erde aufsaugt, sondern das Gießwasser ziemlich direkt durchläüft. Also rinnt der Dünger damit ja auch weg.
Muss ich die Orchideen (hab auch ein paar Phalaenopsis) in gedüngtem Wasser eintunken und warten, bis sich das Substrat “vollsaugt”?
Kann man dann das übrige “Düngewasser” aufheben für das nächste Mal?
Gibt es für solcherlei Orchideen auch “Düngestäbchen”?

der dünger rinnt nicht ganz weg, wenn sie das wasser solange im untersetzer belassen, bis sich das substrat damit vollgesogen hat. die reste dann natürlich abgießen. das mit dem tauchen in gedüngtes wasser funktioniert auch, hat aber den selben effekt wie durchdringendes gießen. so verfahre ich seit jahren, klappt bestens. tauchen ist in meinen augen eine arbeitsbeschaffungsmaßnahme, vor allem wenn man mehr als eine orchidee besitzt.

es gibt spezielle düngestäbchen für orchideen, die habe ich aber noch nicht probiert. bin derzeit dabei, die “normalen” an einer cymbidium zu testen. ergebnisse gibt es aber noch nicht.

das mit dünger versetzte wasser müssen sie nicht aufbewahren, sie können es auch für andere (ungedüngte) zimmerpflanzen verwenden.

3. Moos als Feuchtigkeitsspeicher!!
Kann man Phalaenopsis und Oncidium evtl. in einen etwas größeren Topf setzen, den man am Rand mit viel Moos auslegt (vielleicht 5 cm dick nicht ZU dicht gestopft, damit noch Luft drin ist und die Wurzeln nicht faulen). Also das normale Orchideensubstrat mit Orchidee dick umhüllt mit Moos. Sozusagen als Feuchtigkeitsspeicher für die Pflanze?

wenn das moos nicht zu dicht sitzt, geht das. im fachhandel gibt es übrigens sog. orchideenkörbchen. die können sie mit moos füllen und ihre phalaenopsis darin pflegen. mit kleineren oncidien müsste das eigentlich auch funktionieren.

Ich hoffe es ist alles verständlich, was ich hier schreibe und dass meine Oncidium nicht sterben muss, weil ich was falsch mache.
Hoffe auf gute Tipps von Euch, damit ich meine liebsten “Blumenkinder” nicht falsch behandle oder kaputt mache.

Danke Euch im Voraus

Eva-Katharina

auch ich hoffe, dass meine antworten verständlich sind. hier hat es derzeit nämlich über 30 grad und ich fühle mich wie eine seeeeeehr verschrumpelte bulbe …

saaa: Hallo, Ich habe erst vor ca. 4 Monaten eine einfache Phalaenopsis gescheinkt bekommen. In der Zwischenzeit sind bereits 2 Blätter abgefallen und die 2 weiteren sind ziemlich lasch. Gestern habe ich mir ihre Wurzeln angeschaut und habe festgestellt, dass sie keine gesunden Wurzel mehr hat: Die meisten bestehen nur noch aus einer schwarzen Hülle (die habe ich alle abgeschnitten) und die wenigen restlichen haben schwarze Flecken. Was kann ich tun, damit sie sich erholt? Wovon kommen die schwarzen Flecken?

das klingt aber sehr nach wurzelfäule. entweder haben sie zuviel gegossen, oder ihre phalaenopsis stand bereits beim händler für einige zeit unter wasser. das sie das verfaulte wurzelwerk entfernt haben, ist schon mal gut. die weitere vorgehensweise ist abhängig, von der länge und anzahl der gesunden wurzeln, die sich noch an der orchidee befinden.

sind es eher wenige und sehr kurze, dann würde ich die pflanze so auf ein mit wasser gefülltes glas setzen, das nur die wurzelspitzen im wasser hängen.

phalaenopsis wurzeln

sind noch ein paar längere vorhanden, dann würde ich sie sofort in frisches orchideensubstrat pflanzen.

in beiden fällen kann es aber monate dauern, bis sich die pflanze erholt hat. die laschen blätter werden sich nicht entknittern, sobald sich wieder wachstum einstellt, bildet ihre phalaenopsis neue aus.

Sabbine: Hey, ich lese immer wieder, dass man die Orchidee durch zurückschneiden des Stengels wieder zu mehr Wachstum und Blütenbildung anregen kann. Sind damit die noch grünen Stengel oder erst die vertrockneten gemeint?

Wenn aber bei einem grünen ganz oben am Ende noch so kleine ‘Augen’ sind, sollte ich den denn dann abschneiden?
Ich bedanke mich für Ihre Hilfe.

das funktioniert nicht bei allen orchideen-arten, sondern nur bei einigen mitgliedern/zuchtformen der gattung phalaenopsis. zurückschneiden muss man, bevor der blütenstängel beginnt gelb zu werden. bis der dann neu austreibt, kann es aber ein paar wochen oder monate dauern. wenn ihre soweit abgeblüht ist und nur noch am ende ein paar knospen hat, können sie zurückschneiden. die entfernte spitze dann ins wasserglas stellen, u. u. öffnen sich die blüten. weitere infos gibt es hier.

fipsimaus: Hallo, ich habe eine Dendrobium Nobile. Sie hat zwei dicke “Hauptstämme” an denen die Blüten dran waren.

Jetzt nach ein paar Monaten(ohne Blüten) sind fünf neue kleine Stämmchen dazu gekommen und die beiden dicken werden etwas runzelig, die blätter sind aber noch sehr saftig und scheinen vollkommen in ordnung zu sein. Meine Frage jetzt muss ich die Stämme zurück schneiden oder einfach weiter wachsen lassen und kommen an den kleineren stämmchen überhaupt Blüten oder kommen die dann wieder an den Haupstämmen?
Vielen Dank für Ihre Antwort und entschuldigen Sie bitte wenn ich es vielleicht etwas umständlich geschrieben habe, kenne mich mit Orchideen noch nicht so aus. Desshalb habe ich auch ein Foto angehängt.
Nochmals vielen Dank
Gruß Y.

das die verbühten triebe nochmals blüten ausbilden, ist eher unwahrscheinlich, kann aber dennoch vorkommen. abschneiden müssen sie die nicht. es kann sein, dass sie irgendwann ihre blätter abwerfen. im handel sind ja zumeist zuchtformen zu finden, da weiß man nie so wirklich wie sie sich verhalten. aber auch ohne die blätter würde ich sie dran lassen.

wenn die neuen triebe ausgewachsen sind, dann erscheinen an ihnen die nächsten blüten. wenn sie kein wachstum mehr zeigen, kann es hilfreich sein, wenn sie ihre dendrobium nobile für einige wochen etwas kühler platzieren und die wassergaben reduzieren. eine pflegeanleitung finden sie hinter dem link.

Sunhild: Hallo Frau Doktor ;) ich danke Ihnen sehr für die schnelle Antwort und für die vielen Tipps wegen meiner Brassia.

Ganz so wie Sie gesagt haben, bildet sie gerade fleißig einen neuen Trieb und ich freue mich bereits auf die baldigen tollen und wunderschön duftenden Blüten.
Leider bereitet mir meine Mini-Phalaenopsis Sorgen.
Ich habe sie vor gut vier Monaten in einem Baumarkt gekauft und damals hatte sie jede Menge hübsche zart rosa gefärbte Blüten und trotz den vielen Wurzeln, die schon aus dem Töpfchen rauskrochen, sah sie sehr gesund aus.
Nach einer Woche bei mir zu Hause, fing sie an einen tollen süßlichen Duft im ganzen Zimmer zu verbreiten aber leider war das auch alles.
Sie hatte keine neuen Knospen gebildet (sie hat zwei Triebe) und bald bildeten sich seltsame weiße und tiefe Flecken auf einem der Blätter, die bis zu dem heutigen Tag ihr Aussehen nicht geändert haben.
Eine Blüte nach der Anderen ist vertrocknet und abgefallen.
Ich untersuchte sie und habe bemerkt, dass sie ein neues Blatt bildet und das zwei neue Wurzeln entstehen.
Ich würde gerne wissen, was das für Flecken sind und ob ich diese Blatt entfernen muss oder wenn es eine Krankheit ist, die Orchidee irgendwie behandeln muss.
Ich bedanke mich schon im Voraus und wünsche einen tollen Wochenanfang.

da kann ich leider auch nur vermutungen anstellen, da ich dieses schadbild bis jetzt noch nicht kannte. vielleicht sonnenbrand ..? oder stress durch zuviel/zuwenig wasser, kühler standort, zugluft, über-/unterdüngung …

… sitzen an der blattunterseite vielleicht schädlinge?

leon: Hallo! Ich habe eine Orchidee gestern gekauft – Cambria – kleine gelbe Blüten mit braunen Flecken.Nun zu meiner Frage – Ist diese Orchidee giftig für meine Katze,da Sie alles anfrisst? Sie würden mir wirklich helfen,wenn sie mir antworten.Danke im voraus.Mit freundlichen Grüßen Hensel

meines wissens sind die cambria-hybriden nicht giftig. da ich jedoch keine haustiere habe, kann ich da nicht auf erfahrungswerte zurückgreifen. eine giftpflanzendatenbank finden sie hier.

Sunhild: ich habe eine Brassia “Maria von Miquel” in einem Gartencenter gekauft (am 19.05.10). Sie hatte 4-5 Blüten und ca. 5 Knospen.

Ich gieße sie 2-mal die Woche, sie hat einen hellen Platz am Westfenster mit Abendsonne und wird einmal die Woche gedüngt mit einem Orchideendünger von Compo. Alles war super. Die Knospen sind nach und nach aufgegangen und der Haupttrieb ist gute 10cm gewachsen.
Vor ungefähr zwei Wochen fing eine Blüte nach der anderen zu vertrocknen und zwar von unten nach oben. Gestern ist die letzte Blüte abgefallen.
Ich bin am Rande der Verzweiflung!!! Ich habe nichts was die Pflege oder den Standort betrifft gewechselt und es tut sich einfach nichts mehr.
Sie scheint nicht krank zu sein aber trotzdem läuft irgendetwas falsch.
ich möchte die Orchidee auf keinen Fall aufgeben.
Es gibt eine klitzekleine Hoffnung auf eine neue Blüte und zwar ist es ein ca.5mm großer Ansatz einer Blüte. Dieser ist aber schon seit guten zwei Wochen da und es tut sich überhaupt nichts.

Viele Grüsse

Sunhild

für mich klingt das, als wäre sie einfach nur verblüht. diese orchideen sind nicht ständig am wachsen. nach der blüte dauert es ein weilchen, dann bildet sich ein neuer trieb. wenn der halb oder ganz ausgewachsen ist, erscheint der blütenstängel.

zweimal die woche zu gießen, kann unter umständen zuviel sein. ich würde mich da nach dem substrat richten und erst wässern, wenn es gut an-, aber nicht ganz ausgetrocknet ist. das können sie am gewicht des topfs erkennen, wenn sie ihn kurz nach dem gießen anheben und ein paar tage später.

einmal die woche zu düngen ist m. e. ebenfalls zuviel. ich dünge nur, wenn sich die pflanzen im wachstum oder in der blüte befinden. dann gibt es einmal im monat halb konzentrierten orchideendünger.